Zur heutigen öffentlichen Anhörung zur PISA-Studie im Ausschuss für Bildung und Forschung erklären der bildungs- und forschungspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Jörg Tauss sowie der zuständige Berichterstatter für PISA Dr. Ernst-Dieter Rossmann und der Abgeordnete Ernst Küchler:
20.03.2002 | PISA - Aufforderung zum Handeln
Pressemitteilungen
Das schlechte Abschneiden deutscher Schüler bei der internationalen Vergleichsstudie PISA und die bevorstehende Veröffentlichung der Ergebnisse aus den einzelnen Bundesländern sind eine Aufforderung zur differenzierten Analyse der Ergebnisse und zur sachlichen Debatte über die notwendigen Maßnahmen für die Zukunft.
Die ideologischen Grabenkämpfe um die Bildungs- und Schulpolitik müssen dabei der Vergangenheit angehören. Mit den Empfehlungen des Forum Bildung sind hier schon wichtige Grundlagen geschaffen worden, die auch durch die Stellungnahmen der Sachverständigen im Bildungsausschuss eindrucksvoll bestätigt worden sind. Die Reformideen des Forum Bildung müssen nun aufgenommen und verwirklicht werden. Dabei steht die Stärkung der Bildung in Kindergarten und Grundschule im Vordergrund.
Hervorzuheben ist auch, dass die im PISA-Ranking besser platzierten Länder integrierte Formen des Unterrichts und mehr Ganztagsschulen anbieten. Dies wurde auch bei der Anhörung der internationalen Sachverständigen nochmals deutlich. Auch die Formulierung von überprüfbaren Standards für das Lehren und Lernen könnte vorbildlich für das deutsche Bildungssystem sein.
Die Anhörung hat deutlich gemacht, dass von allen am Bildungsprozess Beteiligten, wie Eltern- und Lehrerverbänden, Gewerkschaften, Verbänden, Kirchen, Kultusministerien, Bildungsinstituten und insbesondere von den Politikern in den Kommunen, den Ländern und im Bund gemeinsames konstruktives Handeln erwartet wird.
Es ist zu wünschen, dass sich Bund und Länder dabei auf einige gemeinsame konstruktive Maßnahmen verständigen. Handlungsfelder hierfür können sein:
Die ideologischen Grabenkämpfe um die Bildungs- und Schulpolitik müssen dabei der Vergangenheit angehören. Mit den Empfehlungen des Forum Bildung sind hier schon wichtige Grundlagen geschaffen worden, die auch durch die Stellungnahmen der Sachverständigen im Bildungsausschuss eindrucksvoll bestätigt worden sind. Die Reformideen des Forum Bildung müssen nun aufgenommen und verwirklicht werden. Dabei steht die Stärkung der Bildung in Kindergarten und Grundschule im Vordergrund.
Hervorzuheben ist auch, dass die im PISA-Ranking besser platzierten Länder integrierte Formen des Unterrichts und mehr Ganztagsschulen anbieten. Dies wurde auch bei der Anhörung der internationalen Sachverständigen nochmals deutlich. Auch die Formulierung von überprüfbaren Standards für das Lehren und Lernen könnte vorbildlich für das deutsche Bildungssystem sein.
Die Anhörung hat deutlich gemacht, dass von allen am Bildungsprozess Beteiligten, wie Eltern- und Lehrerverbänden, Gewerkschaften, Verbänden, Kirchen, Kultusministerien, Bildungsinstituten und insbesondere von den Politikern in den Kommunen, den Ländern und im Bund gemeinsames konstruktives Handeln erwartet wird.
Es ist zu wünschen, dass sich Bund und Länder dabei auf einige gemeinsame konstruktive Maßnahmen verständigen. Handlungsfelder hierfür können sein:
- der Ausbau und die Förderung von Ganztagsschulen und Ganztagsangeboten,
- die Sprach- und Integrationsförderung für Kinder und Jugendliche, die nach Deutschland zugewandert sind,
- mehr Unterstützung für die Förderung von benachteiligten Kindern und Jungendlichen (“zweite Chance”),
- die Einrichtung von gemeinsamen Bund-Länder-Programmen, zum Beispiel zur Leseförderung und zur sozialen Integration, zur Qualifizierung von Erzieherinnen und Erziehern und in der Lehreraus- und -fortbildung,
- der Ausbau der empirischen Bildungs- und Schulforschung im deutschen und europäischen Raum.
Veröffentlicht am 20.03.2002






