Zur Vorstellung der PISA-Studie erklären der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Michael Müller, und der Sprecher der AG Bildung und Forschung, Jörg Tauss:
Das deutsche Bildungssystem braucht ein neues Konzept
Pressemitteilungen
Die PISA-Studie dokumentiert, was die OECD-Statistiken seit 1990 mit wachsender Deutlichkeit signalisieren. Das deutsche Bildungssystem befindet sich auf einem unbefriedigenden Stand.
Hektischer Aktionismus, wie ihn jetzt einige Bundesländer an den Tag legen, ist angesichts der gravierenden Probleme Augenwischerei. Das deutsche Bildungssystem braucht eine grundlegende Erneuerung. Nicht eine weitere Differenzierung und Abschottung der Schultypen, verschärfte Prüfungen, die alten Instrumente der Selektion und Separation also, werden eine Wende herbeiführen. Wir brauchen vielmehr ein neues Konzept. Die PISA-Studie hat mit aller Deutlichkeit die Systemfrage gestellt. Das deutsche Bildungssystem muss dem Lebensgefühl der jungen Menschen entsprechen. Kleine Klassen, Dialog von Schule und Lernenden, Einsatz neuer Bildungsmedien und ein motivierendes Klima für Schüler und Lehrer sind die wichtigsten Faktoren einer neuen Bildungspolitik. Wir brauchen vor allem eine differenzierte Förderung des einzelnen Schülers und zwar am unteren Ende der sozialen Skala. Das deutsche Bildungssystem muss sich von der Zuteilung von Privilegien verabschieden und endlich dazu übergehen, die vorhandenen Bildungsreserven zu erschließen. Dazu zählt auch eine gezielte Förderung ausländischer Schüler.
Wir begrüßen, dass die Bundesregierung zu Beginn der Legislaturperiode mit dem Forum Bildung eine Einrichtung geschaffen hat, in der Bund, Länder und gesellschaftliche Gruppen erst vor wenigen Tagen Einvernehmen über den Handlungsbedarf zum Beispiel bei der früheren Förderung von Kindern und die Einrichtung von Ganztagsschulen gefunden haben. Diesem ermutigenden Schritt müssen nun Taten folgen. Die vom Forum Bildung vorgeschlagenen Reformen werden nicht ohne zusätzliche Mittel zu verwirklichen sein. Der Bund ist in dieser Legislaturperiode mit gutem Beispiel vorangegangen und hat in den letzten Jahren trotz Haushaltskonsolidierung seine Mittel für Bildung erheblich und kontinuierlich gesteigert.
Die Länder sind aufgefordert, diesen Weg mitzugehen.
Hektischer Aktionismus, wie ihn jetzt einige Bundesländer an den Tag legen, ist angesichts der gravierenden Probleme Augenwischerei. Das deutsche Bildungssystem braucht eine grundlegende Erneuerung. Nicht eine weitere Differenzierung und Abschottung der Schultypen, verschärfte Prüfungen, die alten Instrumente der Selektion und Separation also, werden eine Wende herbeiführen. Wir brauchen vielmehr ein neues Konzept. Die PISA-Studie hat mit aller Deutlichkeit die Systemfrage gestellt. Das deutsche Bildungssystem muss dem Lebensgefühl der jungen Menschen entsprechen. Kleine Klassen, Dialog von Schule und Lernenden, Einsatz neuer Bildungsmedien und ein motivierendes Klima für Schüler und Lehrer sind die wichtigsten Faktoren einer neuen Bildungspolitik. Wir brauchen vor allem eine differenzierte Förderung des einzelnen Schülers und zwar am unteren Ende der sozialen Skala. Das deutsche Bildungssystem muss sich von der Zuteilung von Privilegien verabschieden und endlich dazu übergehen, die vorhandenen Bildungsreserven zu erschließen. Dazu zählt auch eine gezielte Förderung ausländischer Schüler.
Wir begrüßen, dass die Bundesregierung zu Beginn der Legislaturperiode mit dem Forum Bildung eine Einrichtung geschaffen hat, in der Bund, Länder und gesellschaftliche Gruppen erst vor wenigen Tagen Einvernehmen über den Handlungsbedarf zum Beispiel bei der früheren Förderung von Kindern und die Einrichtung von Ganztagsschulen gefunden haben. Diesem ermutigenden Schritt müssen nun Taten folgen. Die vom Forum Bildung vorgeschlagenen Reformen werden nicht ohne zusätzliche Mittel zu verwirklichen sein. Der Bund ist in dieser Legislaturperiode mit gutem Beispiel vorangegangen und hat in den letzten Jahren trotz Haushaltskonsolidierung seine Mittel für Bildung erheblich und kontinuierlich gesteigert.
Die Länder sind aufgefordert, diesen Weg mitzugehen.
Veröffentlicht am 04.12.2001






