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10.09.2008 | Stärkster Teilchenbeschleuniger nimmt seinen Betrieb auf

Pressemitteilungen

Anlässlich der heutigen Aufnahme des Betriebs des weltweit stärksten Teilchenbeschleunigers Large Hadron Collider (LHC) am Forschungszentrum CERN in Genf erklären der zuständige Berichterstatter der SPD-Bundestagsfraktion im Haushaltsausschuss, Klaus Hagemann, und der bildungs- und forschungspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Jörg Tauss:

Stärkster Teilchenbeschleuniger nimmt seinen Betrieb auf

Heute nimmt der weltweit stärkste Teilchenbeschleuniger Large Hadron Collider (LHC) seinen Betrieb auf. Die SPDBundestagsfraktion verbindet mit dem Start dieses LHC große Erwartungen. Vor allem erwarten wir zahlreiche völlig neue Erkenntnisse in der Grundlagenforschung. Von dem neuen Beschleuniger erhoffen wir uns gemeinsam mit den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern weitreichende Erkenntnisse zum Aufbau und zur Entstehung der Materie, aber auch des Universums
unmittelbar nach dem Urknall.

Der heutige Start des Betriebs des LHC am Forschungszentrum CERN beinhaltet aber darüber hinaus eine weitere Chance, welche in der komplexen Organisationstruktur des Beschleunigers liegt. Weitaus mehr als in der Vergangenheit setzt diese auf die Kooperation und Vernetzung von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern und Forschungsdisziplinen, die solche wissenschaftlichen Durchbrüche heute erst ermöglichen können.
Von entscheidender Bedeutung ist daher beim heutigen Start nicht nur die Stärke des Teilchenbeschleunigers selbst, sondern auch die Zahl und Vernetzung der zusammenarbeitenden Wissenschaftler und Techniker.

Die Bundesrepublik Deutschland übernimmt mit jährlich rund 130 Millionen Euro einen wichtigen Beitrag beim Betrieb des Teilchenbeschleunigers. Dies entspricht rund 20 Prozent des Beitrages der 20 Mitgliedsländer und Deutschland ist damit der größte Beitragszahler. Darüber hinaus stellt das Bundesministerium für Bildung und Forschung jährlich 15 Millionen Euro für
Projekte an Universitäten und Forschungseinrichtungen in Deutschland zur Verfügung, die sich an der Arbeit am CERN beteiligen und die Forschungsanlagen nutzen.