Zum heute im Bundeskabinett beschlossenen Berufsbildungsbericht 2008 erklärt der bildungs- und forschungspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Jörg Tauss, MdB:
02.04.2008 | Erfreuliche Entwicklung auf dem Ausbildungsmarkt – Wirtschaft muss Versäumnisse aufholen
Pressemitteilungen
Berufsbildungsbericht 2008: Erfreuliche Entwicklung auf dem Ausbildungsmarkt – Wirtschaft muss Versäumnisse der Vergangenheit aufholen
Der Trend einer kräftigen Steigerung der Ausbildungsplätze setzt sich fort. Der Berufsbildungsbericht 2008 dokumentiert eine insgesamt erfreuliche Entwicklung auf dem Ausbildungsmarkt. Im Rahmen des Konjunkturaufschwungs bilden die Betriebe wieder, wenngleich mit mehrjähriger Verspätung, verstärkt aus. Weiterhin keine Lösung bietet der Ausbildungsmarkt aber für die so genanten Altbewerber, hier besteht weiterhin dringender Handlungsbedarf. Die SPD-Bundestagsfraktion unterstützt daher den von Bundesarbeitsminister Olaf Scholz vorgeschlagenen Ausbildungsbonus für Altbewerber nachdrücklich.
Die langjährige Zurückhaltung der Unternehmen in der beruflichen Ausbildung belegt, dass die aktuellen Klagen in der Wirtschaft über einen bestehenden oder drohenden Fachkräftemangel letztlich hausgemachte Mißstände offen legen. Sie müssen daher eher als Selbstkritik der Wirtschaft verstanden werden. Hier hat die Wirtschaft ihre Hausaufgaben zu lange nicht gemacht und die eigene Personalentwicklung verschlafen.
Für die Politik hat daher jetzt der von Bundesarbeitsminister Olaf Scholz vorangetriebene Ausbildungsbonus und die Vermittlung und Förderung sogenannter "Altbewerber" Priorität, die in den letzten Jahren keine Chance hatten, einen Ausbildungsplatz zu bekommen. Bis hin zu sozialpädagogischer Betreuung in schwierigeren Einzelfällen sollen die Betriebe in dem Bemühen unterstützt werden, das Problem endlich zu lösen. In der kommenden Woche wird der Gesetzentwurf zum Ausbildungsbonus in den Deutschen Bundestag eingebracht.
Für die Zukunft muss, auch das zeigt der Berufsbildungsbericht, die berufliche Bildung weiter gestärkt, europatauglich, hochschulkompatibel und weniger konjunkturanfällig gemacht werden. Dann hat das deutsche Berufsbildungssystem weiter gute Chancen.






