Anlässlich der heute veröffentlichten Bilanz der Partner des Ausbildungspaktes zum Ausbildungsjahr 2007 erklären die stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion Christel Humme und der bildungs- und forschungspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion Jörg Tauss:
31.1.2008 | Ausbildungsbonus zügig umsetzen
Pressemitteilungen
Ausbildungsbonus zügig umsetzen
Das Ausbildungsjahr 2007 war das erfolgreichste Ausbildungsjahr dieses Jahrzehnts. Der von der SPD vor vier Jahren auf den Weg gebrachte Ausbildungspakt hat maßgeblich zu diesem Erfolg beigetragen. Er hat zu einer neuen Dynamik am Ausbildungsmarkt geführt und sich als Pakt zur Chancenverbesserung für junge Menschen erwiesen. Die SPD-Bundestagsfraktion würdigt das Engagement der Paktpartner und der vielen ausbildenden Unternehmen und Betriebe in Deutschland.
Jetzt kommt es darauf an, noch einen Gang zuzulegen und die Ausbildungschancen der Jugendlichen zu verbessern, die schon mehrmals leer ausgegangen sind. Noch immer landen zu viele Jugendliche in Warteschleifen. Auch 2007 waren mehr als die Hälfte der Ausbildungssuchenden sogenannte Altbewerberinnen und Altbewerber. Viele von ihnen haben ohne zusätzliche Unterstützung kaum Chancen auf eine Lehrstelle.
Kein junger Mensch darf zurückgelassen werden. Alle ausbildungswilligen Jugendlichen brauchen die Chance auf eine gute Ausbildung. Deswegen kommt es jetzt darauf an, den Ausbildungsbonus für förderbedürftige Altbewerber zügig gesetzlich umzusetzen.
Der Ausbildungsbonus für Altbewerber war ein gemeinsamer Vorschlag von Wirtschaft und Gewerkschaften. Die SPD hat sich in der Koalition für den Vorschlag stark gemacht, weil er vielen benachteiligten jungen Menschen neue Qualifizierungsperspektiven in den Betrieben eröffnet. Der Bonus leistet einen wirkungsvollen Beitrag, um zusätzliche Ausbildungsplätze zu aktivieren und die hohe Altnachfrage am Ausbildungsmarkt abzubauen.
Klar ist, dass Mitnahmeeffekte vermieden werden müssen. Daher werden nur zusätzliche Lehrstellen für förderbedürftige Altbewerber gefördert. Für beides gibt es klare Kriterien.
Die Kapazitäten für zusätzliche Ausbildungsplätze in den Unternehmen sind vorhanden. Noch immer bildet nur jedes zweite ausbildungsfähige Unternehmen aus. Wir wollen die brachliegenden Potenziale aktivieren. Dabei verstärken wir auch die ausbildungsbegleitenden Hilfen der sozialpädagogischen Betreuung, um die Betriebe zu unterstützen und die Jugendlichen zu einem erfolgreichen Abschluss zu führen.
Der Ausbildungsbonus leistet beides: Er stärkt das Angebot an Ausbildungsplätzen. Und er leistet einen Beitrag zu unserem Ziel, möglichst alle jungen Menschen zu einer guten Ausbildung zu verhelfen. Das ist gut für die Zukunft der Jugendlichen und für die Zukunft der deutschen Wirtschaft.






