Zu Pressemeldungen bezüglich der aktuellen PISA-Studie, die in der kommenden Woche offiziell veröffentlicht werden soll, erklärt der bildungs- und forschungspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Jörg Tauss, MdB:
29.11.2007 | PISA 2007: Platz 13 kann für Deutschland nicht befriedigend sein
Pressemitteilungen
PISA 2007: Platz 13 kann für Deutschland nicht befriedigend sein
Die anschwellende Euphorie über eine angebliche Verbesserung der Deutschen Position im internationalen Vegleich der OECD-Studie PISA ist völlig unverständlich. Der vermeintliche Aufstieg von Platz 18. auf Platz 13. ist eine Illusion. Selbst wenn man die umfangreichen methodischen Veränderungen im Vergleich zur letzten PISA-Studie unberücksichtigt lässt, die redlich betrachtet bereits eine direkte Vergleichbarkeit der Ergebnisse ausschließen, ist eines festzuhalten: Deutschland kann sich als eine der führenden Industrie-, Forschungs- und Wissenschaftsnationen mit dem 13. Platz nicht zufriedengeben. Wer diesbezüglich gar postuliert, alles besser als Rank 16 sei positiv zu werten, führt uns fussballerisch gesprochen direkt in den Abstiegskampf.
Angesichts der nach wie vor ernüchternden Platzierung und gemeinsam mit der weiter bestehenden strukturellen sozialen Benachteiligung von Schülerinnen und Schülern bleibt die bildungspolitische Herausforderung von Bund und Ländern enorm. Wenn Bund und Länder hier in ihren Anstrengungen um die weitergehende Reform unseres Bildungswesens nachlassen, werden wir weiter ins Hintertreffen geraten, etwa auch gegen aufstrebende Wissenschafts- und Forschungsnationen wie Indien und Brasilien. Der globale Maßstab definiert die Wettbewerbsbedingungen und nicht das Wunschdenken vieler in unserem Land. Es gilt, da weiterzumachen wo die SPD-geführte Bundesregierung 2003 mit dem 4-Mrd.-Euro-Ganztagsschulprogramm angefangen hat und woran SPD-geführte Landesregierungen stets hart arbeiten: Chancengleichheit für alle in der Bildung.






