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04.11.2007 | Hass der Bundeskanzlerin auf Briefträger irrational

Partei

Der Generalsekretär der baden- württembergischen SPD, Jörg Tauss, kritisiert Bundeskanzlerin Merkel wegen deren ablehnender Haltung zum Mindestlohn für Postbedienstete:

Hass der Bundeskanzlerin auf Briefträger irrational - Wurde Kanzlerin von ihrem Briefträger mal gebissen?

Weshalb sich ausgerechnet Briefträger in Deutschland den Hass der Bundeskanzlerin zugezogen haben, ist nicht nachvollziehbar. Bei einer Veranstaltung der Gewerkschaft ver.di in Karlsruhe bekräftigte der Generalsekretär der Südwest- SPD, Jörg Tauss, vor Postlern die Forderung seiner Partei nach einer Allgemeinverbindlichkeit des Posttarifs für Briefzusteller. Dessen Ablehnung durch Merkel kritisierte Tauss scharf. Alle Argumente der Kanzlerin gegen Mindestlöhne sind "heuchlerisch", wenn sie ausgerechnet bei der Post die Allgemeinverbindlichkeit einer einigermaßen akzeptablen Bezahlung von 9,50 pro pro Stunde ablehnt. Denn die Post und die Briefzustelldienste können kein Geschäft nach China verlagern, was aber stets das Argument der neoliberalen Union gegen flächendeckende Mindestlöhne in anderen Wirtschaftszweigen war. Tauss: Merkel will eine schlechte Bezahlung für die Menschen offensichtlich aus Prinzip - und handelt dabei aber auch noch kurzsichtig. Denn zu niedrige Löhne müssen dann vom Staat mit Sozialleistungen aufgefüllt werden und erhöhen die Staatsverschuldung. Schon deshalb ist Merkels Hass auf Briefträger und einen allgemeinverbindlichen Tarifvertrag irrational. Man hat fast den Eindruck, die Kanzlerin sei schon einmal von ihrem Briefträger gebissen worden.