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02.05.2007 | Ruht CDU Weikersheim aus?

Partei

Der Generalsekretär der SPD Baden- Württemberg, Jörg Tauss, nimmt nach der Präsidiumssitzung der Landes- CDU zum Thema Oettinger und Weikersheim Stellung:

Ruht CDU Weikersheim aus?
Oettiner muss aus Weikersheim ausscheiden

Das Bemühen von Ministerpräsident Oettinger, nach seiner verunglückten Trauerrede die Verstrickungen der CDU und seine eigenen Verstrickungen in das rechtslastige Studienzentrum Weikersheim zu relativieren, kann nur eines bedeuten. Die Union will den Skandal nicht nur aussitzen, sondern offensichtlich aus - ruhen. Oettinger lässt seine Mitgliedschaft "ruhen". Ebenso ruhen" die Funktionen der Jung- Weikersheimer- Truppe aus der Jungen Union. Alle versichern gleichzeitig treuherzig als Ergebnis (!) einer CDU- Präsidiumssitzung, künftig keine rechtsradikalen Referenten mehr nach Weikersheim einladen zu wollen.

Dass diese pure Selbstverständlichkeit überhaupt einer Erwähnung wert ist, lässt tief an den rechten Rand des rechten baden- württembergischen Unions- Sumpfes blicken. Interessanter wäre die Frage, weshalb solche Referenten - bis hin zu einem aus der CDU ausgeschlossenen EX- Bundestagsabgeordneten - überhaupt eingeladen worden waren.

War der Ausschluss Hohmanns aus der CDU nichts als reine Taktik zur Beruhigung der Öffentlichkeit? Warum war Oettinger nicht darüber informiert, was sich in Weikersheim tat? Oder war er nicht sogar informiert? Welche Rolle spielt die Truppe "Jung- Weikersheim" in der Jungen Union der CDU Baden - Württembergs? Warum brauchen führende Jungunionisten dieses zusätzliche Netzwerk? Wird diese Gruppe nun aufgelöst oder lässt sie ihre Aktivitäten gleichfalls "ruhen"? Oettingers "Ruhen" genügt aber nicht mehr - er muss ohne Wenn und Aber aus dem Weikersheimer Dunstkreis ausscheiden. Und zwar ohne jede weitere Verrenkung - auch als Warn- Signal an seine rechtlastige Landes- CDU.