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12.01.2007 | Zweite Runde der Exzellenzinitiative auf dem Weg: Acht Universitäten im Wettbewerb zur Spitzenuniversität

Pressemitteilungen

Anlässlich der heutigen Vorentscheidung für die zweite Runde der Exzellenzinitiative erklärt der bildungs-, forschungs- und medienpolitische Sprecher der Fraktion der SPD im Deutschen Bundestag, Jörg Tauss MdB:

Deutschland soll weitere Spitzenuniversitäten mit internationaler Ausstrahlung bekommen. Heute ist die Vorauswahl über die eingegangenen Skizzen der zweiten Förderunde des Exzellenzwettbewerbes gefallen. Insgesamt haben 27 Universitäten eine Antragsskizze mit einem Elitekonzept abgegeben, darunter die Technischen Hochschulen in Aachen und Darmstadt sowie die Universitäten von Berlin, Freiburg und Heidelberg. Die Gemeinsame Kommission der Deutschen Forschungsgemeinschaft und des Wissenschaftsrates hat heute die Universitäten Bochum, Heidelberg, Göttingen, Freiburg und Konstanz, sowie die RWTH Aachen, die FU Berlin und die Humboldt-Universität in Berlin aufgefordert, ihre Skizze zu einem Vollantrag auszuarbeiten. Damit ist eine wichtige Vorentscheidung gefallen, wer neben der Universität München, der TU München und der Universität Karlsruhe eine Chance auf die Förderung in der dritten Förderlinie als Spitzenuniversität erhält. Ferner hat die Gemeinsame Kommission in den ersten beiden Förderlinien aus 278 Projektvorschlägen für Graduiertenschulen und Exzellenzclustern insgesamt 84 ausgewählt und zur Abgabe eines Vollantrags aufgefordert.

Im Oktober 2007 sollen dann die Gewinner der zweiten Förderrunde bekannt gegeben werden. Im Nachgang der ersten Förderrunde gab es einige Diskussionen über die mangelnde Transparenz des Verfahrens gerade auf der Zielgeraden. Für diese SPD-Bundestagsfraktion gibt es zum wissenschaftsgesteuerten Entscheidungsverfahren keine Alternative. Das Auswahlverfahren im Exzellenzwettbewerb muss auch weiterhin allein nach wissenschaftlichen Qualitätskriterien erfolgen. Wir sind überzeugt, dass die DFG und der Wissenschaftsrat hier ein für alle Beteiligten akzeptables und nachvollziehbare Verfahren sicher stellen werden.

Die SPD-Bundestagsfraktion gratuliert den acht auserwählten Hochschulen zu diesem wichtigen Teilerfolg auf dem Weg zur Spitzenuniversität und wünscht ihnen wie den Wettbewerbern in der ersten und zweiten Förderlinie für den Fortgang des Exzellenzwettbewerbes viel Erfolg.

Mit der Förderung der universitären Spitzenforschung im Rahmen der Exzellenzinitiative sollen Leuchttürme der Wissenschaft in Deutschland entstehen, die auch international ausstrahlen. Für die Hochschulen stehen im Rahmen der Exzellenzinitiative 1,9 Mrd. Euro zur Verfügung, 75% davon trägt der Bund.

Es bleibt festzuhalten, dass - auch wenn die öffentliche Aufmerksamkeit verständlicherweise auf dem Wettbewerb um die Spitzenuniversitäten liegt - die Exzellenzinitiative erst durch alle drei Förderlinien die beobachtbare Dynamik im Wissenschaftssystem erzeugt. Ohne Erfolg im Wettbewerb um die Förderung der Graduiertenschulen und auch in der zweiten Linie um die Förderung der Exzellenzcluster wäre die notwendige Basis für die Universitäten nicht vorhanden, im Wettbewerb der Spitzenuniversitäten bestehen zu können. Erst alle drei Linien zusammen werden einen Beitrag dazu leisten, die Leuchttürme der Wissenschaft in Deutschland wirklich entstehen zu lassen.