SPD- General Jörg Tauss erklärt zu dem von Studierenden beschlossenen Studien-Gebühren-Boycott: "Die Studenten haben völlig Recht, sich gegen die unsoziale Bildungspolitik und ideenlose Hochschulfinanzierung von Oettinger zu wehren".
01.12.2006 | Studien- Gebühren- Boykott "wichtiges Zeichen"
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Studien- Gebühren- Boykott "wichtiges Zeichen"
Die SPD Baden- Württemberg hält den heute von Studierenden der Universitäten Karlsruhe und Tübingen beschlossenen Boykott gegen die von der CDU/FDP- Koalition neu eingeführten allgemeinen Studiengebühren für ein „wichtiges Zeichen gegen die Bildungsfeindlichkeit“ der Landesregierung. „Die Studenten haben völlig Recht, sich gegen die unsoziale Bildungspolitik und ideenlose Hochschulfinanzierung von Oettinger und Frankenberg zu wehren“, erklärte SPD- Generalsekretär Jörg Tauss. „Ihnen gehört unsere Solidarität.“
Mit den allgemeinen Studiengebühren auf das Erststudium befördere die Landesregierung die soziale Auslese an den baden- württembergischen Hochschulen und belaste Studierende aus weniger begüterten Familien und Mittelstandsfamilien mit teuren Krediten. „Es gibt nach wie vor kein Studiengebührenmodell, das soziale Auslese verhindert. Das Modell der Landesregierung befördert diese aber auch noch in schwerwiegender Weise“, so Tauss.
Der SPD- General betonte, allgemeine Studiengebühren wirkten insbesondere auch dem Zuwachs an hochqualifizierten Fachkräften entgegen, der angesichts einer zunehmend wissensbasierten Wirtschaft und dem Umbruch in die Wissensgesellschaft dringend benötigt werde. Tauss: „Wir sind auch aus volkswirtschaftlicher Sicht darauf angewiesen, alle Bildungsreserven zu nutzen, die wir haben – unabhängig von der sozialen Herkunft der jungen Menschen. Was die Landesregierung treibt, ist unsozial und bildungsfeindlich.“






