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05.11.2006 | Baden- Württemberg: Kunstschätze in falschen Händen

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Der Generalsekretär der Süd- West- SPD und das Mitglied des Kulturausschusses des Deutschen Bundestages, Jörg Tauss, wirft der Landesregierung beim Umgang mit Kulturgütern Veruntreuung zu Lasten des Landes vor:

Baden- Württemberg: Kunstschätze in falschen Händen

Jörg Tauss betont: "Oettinger veruntreut Kunstschätze und macht Baden- Württemberg zum Gespött!". Das "Drei- Säulen- Modell" muss vom Tisch.

Die baden- württembergischen Kunstschätze sind bei Ministerpräsident Oettinger in schlechten Händen. Dass der Ministerpräsident jetzt zu Gunsten des Hauses Baden 8 Millionen Euro zum Ankauf eines Kunstwerkes auftreiben wollte, das dem Land bereits gehört, wäre wohl in anderen Fällen wegen Veruntreuung zu Lasten des Landes der Aufmerksamkeit von Staatsanwälten wert.
Allein die Planung des Verkaufs von Kunstwerken mit ungeklärten Eigentumsrechten in Baden- Württemberg ist skandalös. Es gibt für Oettinger nur noch einen Ausweg aus der Misere: Stück für Stück muss bei den badischen Kunstwerken im Eigentum der Zähringer- Stiftung geklärt werden, wie die Rechte des Landes oder des Hauses Baden sind.
Das "Drei- Säulen- Modell" zu Gunsten des Hauses Baden, wonach Kunstwerke an Investoren verschachert und Museen "Solitdaritätsbeiträge" zu erbringen haben, muss vom Tisch. Und zwar sofort.
Baden- Württemberg hat sich mit dem dilettantischen, verantwortungslosen und kulturlosen Vorgehen seines Ministerpräsidenten genug zum Gespött gemacht.