Suchen

 

Zwischenbilanz

Exzellenzinitiative und Pakt für Forschung ausfinanziert

Mit Mitteln aus dem 6-Mrd.-Euro-Programm hat die Große Koalition die Ausfinanzierung der beiden zentralen, in der vergangenen Legislaturperiode gestarteten, forschungspolitischen Initiativen gesichert. Insgesamt knapp 2 Mrd. Euro stehen für die Exzellenzinitiative für Spitzenforschung an den Hochschulen und für den Pakt für Forschung und Innovation bereit. Beide leisten einen wichtigen Beitrag zur Stärkung des deutschen Forschungssystems und zur Erreichung des 3-Prozent-Ziels.
"Ohne die SPD... gäbe es weder die Exzellenzinitiative noch den Pakt für Forschung in der jetzigen Form und auch nicht die wichtige Ergänzung ExzellenzPlus für Forschungskooperationen"
Dynamik und Kontinuität in der Förderung
Die von der früheren Bundesbildungsministerin Edelgard Bulmahn initiierte Exzellenzinitiative hat zu einem dynamischen Aufbruch in der deutschen Hochschullandschaft geführt. In den ersten beiden Förderrunden sind insgesamt neun Universitäten für fünf Jahre zu Spitzenuniversitäten gekürt worden. Mit den geförderten Forschungsclustern und Graduiertenschulen erhalten insgesamt 41 Einrichtungen in 13 Ländern Mittel aus der Initiative. Damit ist sichergestellt, dass die Zusammenarbeit mit der Wirtschaft und die wissenschaftliche Nachwuchsförderung intensiviert werden und auch die internationale Sichtbarkeit der deutschen universitären Spitzenforschung gesteigert wird. Bis 2011 wendet allein der Bund über 1,4 Mrd. Euro der insgesamt 1,9 Mrd. Euro Fördermittel auf.

Der bis 2010 gesicherte Pakt für Forschung und Innovation sichert den Forschungsorganisationen eine jährliche Steigerung von 3 Prozent der Mittelzuwendungen des Bundes, das sind insgesamt über 100 Mio. Euro zusätzlich pro Jahr. Damit konnte für Organisationen wie der Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG), der Max-Planck-Gesellschaft (MPG), der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren (HGF) sowie der Fraunhofer Gesellschaft (FhG) oder der Wissenschaftsgemeinschaft G.W. Leibniz (WGL) die finanzielle Verlässlichkeit gesichert und eine Wachstumsperspektive eröffnet werden – und damit auch mehr Planbarkeit und mehr Autonomie. Sie erhalten so den notwendigen Spielraum zur Sicherung und zum weiteren Ausbau der Spitzenposition der deutschen Forschung im europäischen und internationalen Vergleich.

Exzellenz Plus – Initiative weitergedacht
Die Exzellenzinitiative hat gezeigt, welche großen Potenziale in einer intensiveren Zusammenarbeit von außeruniversitären Forschungseinrichtungen und Hochschulen noch erschlossen werden können. Für die hervorragenden Forschungskonzepte und Ideenskizzen, die etwa für den Exzellenz-Wettbewerb vorgelegt worden sind und nicht bedacht werden konnten, hat die SPD-Bundestagsfraktion ein ergänzendes Forschungsprogramm ExzellenzPlus durchgesetzt und mit 45 Mio. Euro ausgestattet. Zielgruppe von ExzellenzPlus sind daher auch die Hochschulen, die bislang nicht im Rahmen der 3. Förderlinie der Exzellenzinitiative als Spitzenuniversität ausgewählt wurden. Das Ziel dieses neuen Programms ist es, diesen Potenzialen eine ergänzende Perspektive zu öffnen und die Forschungslandschaft in Deutschland zusätzlich zu stärken.