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06.07.2009 | Tauss warnt vor "Killerspiel"-Hysterie

Pressemitteilungen

Die Absagen von immer mehr Veranstaltungen mit Computerspielen, wie zuletzt in Karlsruhe und Karlsdorf-Neuthard, nehmen nach Auffassung des Bundestagsabgeordneten Jörg Tauss "hysterische Ausmasse" an.

Kein vernünftiger Mensch käme auf die Idee, beispielsweise Schützenfeste verbieten zu wollen, weil jugendliche Amoklaeufer auch in Schützenvereinen organisiert gewesen waren. Umgekehrt müssten sich erwachsene Computerspieler wie in Karlsdorf-Neuthardt diskriminieren lassen, wenn sie friedlich ihrem Hobby nachgehen wollten. Da Computerspiele weltweit auch zu Technologietreibern mit Miiliardenumsätzen geworden seien, ist die Debatte fuer die Technologieregion Karlsruhe sogar gefährlich, betont Tauss. Doch vor allem die Bevormundung durch uninformierte "Kleingeister" vor Ort sei unerträglich. Der zur Piratenpartei übergewechselte ehemalige SPD-Mann sicherte dem von der Absage betroffenen Computerclub in Karlsdorf-Neuthardt seine volle Unterstützung zu und hat das Thema auch bereits im Deutschen Bundestag anlässlich der Rechtsstaatsdebatte am vergangenen Freitag angesprochen. Zensur und Bevormundung haben nichts mit einem Rechtsstaat und schon gar nichts mit liberaler badischer Tradition zu tun, sagte Tauss. Die auch vom baden-württembergischen Innenminister Heribert Rech "geschuerte Hysterie" gegen Computerspieler müsse daher umgehend gestoppt werden.

Zum Thema: Schreiben an die Innenminister der Länder zum
sogenannten "Killerspieleverbot" Brief als PDF